Neustift am Walde 72

Um den Schandfleck des seit Jahrzehnten brachliegenden „Schlössls“ in Neustift am Walde 72,  haben sich schon seit Jahrzehnten Politiker ihre Zähne ausgebissen, nun kommt endlich Bewegung in die Angelegenheit. Anfang 2009 erhielt der Bauherr eine Baubewilligung zur Errichtung von Zubauten unter Einbeziehung des Altbaubestandes.

Wie sich Bezirksvize Ing. Hannes Trinkl und die Anrainer bei der Bauverhandlung überzeugen konnten soll die Fassade nach altem Vorbild gestaltet werden und so ein gutes Beispiel einer einfühlsamen Neubaugestaltung darstellen. Nur im Dachgeschoss wird durch Gaupen zusätzlicher Raum geschaffen, was aber nicht zu einer Erhöhung des Gebäudes führen wird.

Da die Baubewilligung nur vier Jahre Gültigkeit hat und danach in diesem konkreten Fall eine andere Flächenwidmung mit geringerer Verbauungsmöglichkeit vorgesehen ist, wird der Bauherr gut beraten sein mit der Sanierung des „Schlössls“ bald zu beginnen.

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4 Antworten to “Neustift am Walde 72”

  1. sophia Says:

    was war denn da vorher eigentlich? ich frag mich das jedes mal wenn ich mit dem bus vorbeifahre…

    • neustiftamwalde Says:

      Aus dem Währinger Heimatbuch (Neustift gehörte bis 1938 zu Währing) ist folgendes ersichtlich:
      Neustift am Walde 72 „Villa Gross“ Gasthaus und Bierdepot um das Jahr 1960
      Besitzer:
      1733 Lorenz Kaltenberger; 1793 Johann Kaltenberger; 1821 Magdalena Kaltenberger; 1823 Andre Hochrainer; 1832 Katharina Hochrainer; 1849 Josef Hochrainer; 1853 Michael und Katharina Rack; 1874 Johann Honeder; 1875 Johann Gößner; 1876 Franz Heinz; 1876 M. Silzer; 1877 David und Karoline Herzl; 1883 Hermann Otte; 1884 Moritz Fischer; 1886 Michael Stierling; 1888 Franziska Hofer; 1889 Engelbert, Karl und Julius Nell; 1890 Anna Smek; 1890 Rosalia Nell; 1891 Dr. Theodor Neustadtl; 1895 Georg Gatineau; 1896 Julius Groß; 1899 Sparkassa Wolkersdorf; 1902 Franz Fass; 1907 Sparkassa Wolkersdorf; 1909 Franz K. Breitkopf; 1912 Leopold Pauly; 1917 Adolf und Emma Sachse.
      Kein Neustifter Haus hat, besonders in der letzten Zeit, so oft die Besitzer gewechselt wie dieses
      (Kommentar aus den zwanziger Jahren des 20 Jhdt.).

      Seit 1976 besitzt die Familie Orth das Gebäude. Ursprünglich wollte man es zu einem Heurigenrestaurant umbauen – inklusive Zubau – Einsprüche der Anrainer und in Folge der Standpunkt der Besitzer, „Dann lassen wir es so…“, bewirkten den systematischen Verfall des Schlössels und des Zubaus an der Ecke.

  2. sophia Says:

    wow, danke vielmals.
    sehr spannend!!

  3. anna Says:

    angeblich spukts da! Hat mir mein vater erzählt und der hats von seinem vater.. würde zumindest den häufigen besitzerwechsel erklären 😀

    spannende HP, btw!
    lg

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